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Red Bull Paper Wings World Finals 2012

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Special: Visitenkartenflieger Special: Papierdrachen


Hier get's lang!249 Piloten aus 83 LändernHangar 7 - Heimat der Red Bull Fliegerstaffel

Nach 2006 und 2009 versammelte sich am 4. und 5. Mai die weltweite Papierflieger-Elite bereits zum dritten Mal in der Mozart-Stadt Salzburg. Der Veranstalter und Sponsor hatte weder Kosten noch Mühen gescheut um die 249 besten Papierfliegerpiloten aus 83 in den Hangar 7 zu holen. Diese hatten sich zuvor in 634 sogenannten Qualifyers und National Finals gegen insgesamt 35.125 Bewerber durchgesetzt. Auf Deutschland entfielen davon allerdings nur zwei kleinere Veranstaltungen.

Ken Blackburn und John CollinsNormaler Weise beherbergt der Hangar 7 eine Sammlung historischer Flugzeuge, Helikopter und Formel-1-Rennwagen. Diese waren jedoch für die Wettbewerbe aus- oder an die Seite geräumt worden. So gab es jede Menge Platz und das reichlich zur Verfügung gestellte Papier verleitete eigentlich jeden, der sich an diesem Wochenende hier einfand, den einen oder anderen Papierflieger zu bauen und natürlich auch fliegen zu lassen. Ich hatte jedenfalls noch nie so ideale Bedingungen um meine Flieger zu testen, und ich habe die Gelegenheit weitlich ausgenutzt. Doch das Beste war wohl, dass man sich jede Menge Tricks von seinen Papierfliegeridolen abkucken konnte. Ken Blackburn (der langjährige Weltrekordhalter Longest Airtime) und John Collins (welcher seit diesem Jahr den Weltrekord in Longest Distance hält) waren in der Jury und wurden von der Location genau so zum Fliegerbau verführt wie alle anderen. Es war ein großer Spaß für jung und alt.

So sahen die Preise aus.Trotz der vielen Teilnehmer war, je Disziplin, nur der beste Pilot jedes Landes am Start. Eine Ausnahme machte hierbei allerdings die USA, welche auf Grund der enormen Beteiligung in den Qualifyers in fünf Gebiete aufgeteilt worden war. Dadurch stellte das Mutterland der Papierfliegerei mit 15 Piloten das, mit Abstand, größte Team.

Ausgetragen wurden drei Disziplinen : Longest Distance, Aerobatic und Longest Airtime. Wenn du dich für die Regeln interessierst, findest du diese hier. Da das Teilnehmerfeld in jeder Disziplin mehr als 60 Teilnehmer umfasste, fanden zuerst Vorausscheidungen statt. Die jeweils besten 10 Teilnehmer der Vorrunden qualifizierten sich automatisch für die World Finals.

Longest Distance

2. Almir Kišija # 1.Tomas Beck # 3. Jovica Kozlica

2. Platz

1. Platz

3. Platz

Almir Kišija
Bosnien und Herzegowina
44,53 m

Tomas Beck
Tschechien
50,37 m

Jovica Kozlica
Kroatien
44,13 m

Die Landebahn im Hangar 7Arturas Bauza bei seinem RekordwurfDer Hangar 7 ist zwar sehr groß, trotzdem war es schwierig die enge Landebahn zu treffen. Viele sehr erfolgversprechende Flüge landeten daher außerhalb und kamen nicht in die Wertung. Bei nur zwei Versuchen je Pilot und der hohen Leistungsdichte im Feld hieß das oft alles oder nichts. Das musste auch der Litauer Arturas Bauza erfahren. In der Qualifikation gelang ihm mit unglaublichen 59,73 m ein neuer Hangar 7 - Rekord. Im alles entscheidenden Finale schaffte er es dann aber nicht einmal auf 's Treppchen. Viel zu unbeständig waren leider seine Würfe. Aber auch der große Favorit und zweifache Red Bull Champion Jovica Kozlica hatte zu kämpfen. Zum Schluss reichte es diesmal nur für den dritten Platz. Sieger wurde mit einer sehr ordentlichen Leistung Tomas Beck. Auf den zweiten Platz schob sich Almir Kišija.

Aerobatic

1.Tomasz Chodryra+Ryan Naccarato # 3.Alfredo Ramirez

1. Platz

3. Platz

Tomasz Chodryra,
Polen
50 Punkte

Ryan Naccarato
Vereinigte Staaten
50 Punkte

Alfredo Ramirez
Kolumbien
49 Punkte

Video zum 3. Platz Aerobatic von Alfredo RamirezMit vielen Beiträgen dieser Disziplin kann ich ja nur bedingt etwas anfangen, aber dieses Mal waren richtige Schmankerln dabei. Leider bekam der Amerikaner Ryan Naccarato schon recht früh im Wettbewerb die Maximalpunktzahl. Damit machte sich die Jury selbst das Leben sehr schwer, denn es kamen noch echte Kracher. So geschah, was geschehen musste, um die 50 Punktemarke wurde es sehr, sehr eng. Das Ergebnis: Zum ersten Mal in der Geschichte der Red Bull Paper Wings wurden zwei Sieger in einer Disziplin gekürt. Ryan muss sich den Ersten Platz mit Tomasz Chodryra teilen. Aus diesem Grunde wurde auch kein Zweiter Platz vergeben. Auf dem Dritten Platz gelangte völlig zu recht Alfredo Ramirez. Wenn ich etwas zu sagen gehabt hätte, hätte Alfredo sogar gewonnen. Seine Vorführungen eines Walkalong Gliders waren eine Offenbarung. Mit absoluter Kontrolle steuerte er seinen Flieger durch einen vorher festgelegten Parcours. Achte mal im Video (entweder youtube oder einfach auf das Bild klicken) auf die weißen Hütchen, welche er umfliegen musste. Diese Art der Papierfliegerei birgt, so glaube ich, großes Potential. Eventuell könnte das sogar einmal eine völlig eigenständige Disziplin werden. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, in dieser Richtung mehr zu machen und hier kannst du bereits meine ersten Ergebnisse bewundern.

Longest Airtime

2.Gökhan Emiroglu # 1.Elie Chemaly # 3.Robi Fiser

2. Platz

1. Platz

3. Platz

Gökhan Emiroglu
Türkei
8,76 s

Elie Chemaly
Libanon
10,68 s

Robi Fiser
Slowenien
8,67 s

Elie-Chemaly siegt mit dem allerletzten Wurf der FinalsAuch für diese Disziplin galt: Die Leistungsdichte war enorm hoch. Um in das Finale zu kommen benötigten die Piloten Flugzeiten über 10 s. Die beste Zeit in der Qualifikation erreichte Elie Chemaly mit 13,18 s. Im Finale lagen die Nerven bei den Piloten dann so richtig blank. Viele ungültige Versuche, viel Pech. So mancher aussichtsreiche Kandidat versenkte seine zwei Versuche bravourös im Hangarboden. So reichten relativ schwache Leistungen Gökhan Emiroglu zum Zweiten Platz und Robi Fiser zum Dritten Platz. Aber in der Qualifikation hatten sie ja schon gezeigt, was sie konnten. Mit dem aller letzten Wurf dieser World Finals gelang Elie Chemaly der Sieg in der Disziplin Longest Airtime. Hier das Video von seinem Flug oder eifach auf das Bild klicken.

Bestes Team

Sieger in der Team-Wertung wurde die Türkei.

Das beste Team stellte die... nein, nicht die USA sondern die Türkei! Quantität ist eben doch nicht alles, schon gar nicht in der Papierfliegerei. Hier kanst du sehen, was die Türken für einen Spaß hatten, und darauf kommt es ja schließlich an, oder?

Ich jedenfalls freue mich bereits auf die nächsten Red Bull Paper Wings World Championships im Jahr 2015, wenn es dann wieder heißt:

Vorsicht Papierflieger!

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